Heinrich Heine

Heinrich Heine died in the night of February 16 to 17, 1856 in Paris. He had been living in political exile in France for many years — here is a small lyrical poem, on the matter of that exile:

I used to have the fairest fatherland.
The oak trees there
Were tall, the violets sweet and soft.
It was a dream.

The kisses were in German and so was
(Hard to believe
How good it sounded) the words: “I love you!”
It was a dream.

Interestingly, Heine’s political writings may be usefully consulted on contemporary politico-cultural matters such as the anti-Mohammed cartoons. As does Klaus Briegleb, writing in last sunday’s Welt am Sonntag. He shows how “in the journalitic Gesamtkunstwerk “Lutetia” (Paris) Heine develops a European concept of inner social freedom in democratic civilizations which needs also to be expressed in an auto-critical foreign policy — especially in France, whose colonial interests in the Near East are pushed into a blinding racism around 1840, exactly when Heine writes.”
For Briegleb, Heine’s critic of French cartoons works like a warning. “In relation to Beirut and Damascus, the checkpoints of French Near Eastern policy, he [Heine] argues in historico-religious terms and denies it the right to intervene and export its principles as long as “religious fanaticism drinks to its brotherhood with political fanaticism.”

[Too tired & busy to translate the rest of the article, but here it is in the original German:]

Solche Brüderschaft sieht der Beobachter begründet im “Weltriß”, der durch die europäischen Sozialzustände selber geht und die Diplomaten der Zivilisation verleitet, ihre Ahnungen von den “Schreckensnächten” der eigenen Zukunft zu verleugnen und die Feindbilder, die im eigenen Sozialkörper gegeneinander wüten, in eine Überlegenheit über Fremde, “Barbaren” umzulügen, die man verachten kann.

Heinrich Heine erkennt an diesem kritischen Punkt europäischer Orientpolitik, wie der Geist der Karikatur losgelassen wird und sogleich die Suggestivität seiner Zerrbilder gegen die “Wahrheit in den Bildern des Orients”, wie wahrhaftige Kunst sie malt, auszuspielen trachtet.

Politik und Karikatur, welche als kritisches Revolutionsorgan angetreten war, finden zusammen. Die Karikatur, die auf Mißachtung des Anderen beruht, erzeugt bei diesem die Gegen-Karikatur. Grelle Farben, die sich von einer “Einheit der Gefühle” abgelöst haben, “schreien gegeneinander los”. Heute tun das die Karikaturen Mohammeds und des Holocaust.

In der säkularen Sprache seiner Zeit und seines Ortes beschreibt Heine sein Grauen vor einer “Kunst”, die das Fremde und Heilige mißachtet. “Regelmäßig schöne Züge des Lebens bekommen etwas grauenhaft Starres, Verhöhnendes, Fatales.”

Der Verhöhnte aber denkt wahrscheinlich: “Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Gewiß, er fühlt alle Beleidigungen, die man ihm zufügt; denn er ist ein Mensch. Er ist auch nicht von so gnädiger Lammsnatur, daß er sich nicht dafür rächen möchte; er ist ein Mensch, aber ein starker Mensch, der seinen augenblicklichen Unmut bezwingen kann und seiner Leidenschaft zu gebieten weiß.”

Hier setzen Heines Zweifel und dunkle Vorahnungen ein. “Wenn die Stunde kommt, die der beleidigte für die rechte hält, dann wird er losschlagen.”


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